Zürich (14. März 2025)
Im Flugzeug hatte ich keinen guten Platz. Hinterste Reihe vor den Toiletten zwar, darum konnte mir niemand von hinten gegen den Sitz treten, aber ich konnte den Sitz auch nicht nach hinten kippen, weil da die Wand war. Die vor uns konnten das und taten es auch, und daher hatte ich sehr wenig Platz. Wenn ich etwas auf den Boden legen oder von dort aufnehmen musste, musste ich mich extrem verrenken. Weit schlimmer war aber, dass der eine Sitznachbar sich ständig bewegte und mich immerzu berührte. Auch wenn ich mich zurückzog. Es gab keine Möglichkeit, dem auszuweichen. So konnte ich die ganzen 13 Stunden nicht schlafen. Ich war extrem geschafft nach diesem Flug.
Zuhause!
Danach ging alles glatt. Zuhause eine freudige Überraschung: Michelle hatte Willkommens-Ballone aufgehängt und für mich Kaffeepulver und ein paar andere Lebensmittel bereit gestellt. Das freute mich sehr. Danach war ich auch einige Stunden gar nicht müde, ging sogar das Velo aufpumpen und damit einkaufen. Auf dem Velo, mit Fahrtwind, merkte ich dann, dass es nur zwei Grad war – zuvor hatte es mich wegen totaler Windstille kaum gestört, obwohl ich vom tropischen Singapur kam. Meine eigene Wohnung kam mir fremd vor – ich hatte sie grösser und weniger leer in Erinnerung. Naja, etwas leerer als sonst war sie tatsächlich, die Zimmerpflanzen waren ja bei meiner Mutter. Um 14 Uhr war dann plötzlich mein Akku komplett leer. Kein Wunder, ich hatte 36 Stunden nicht geschlafen! Ich schlief bis etwa 22 Uhr. Danach war ich etwa drei Stunden wach, ging dann wieder ins Bett, und konnte bis am nächsten Morgen noch etwas schlafen.
Es war gut, wieder zu Hause zu sein. Ich freute mich sogar darauf, wieder zu arbeiten. Oder zumindest, die Leute wieder zu sehen.
