Timaru (3. und 4. Januar 2025)
Timaru war nur ein Zwischenstopp, weil die Fahrt von Christchurch nach Kurow zu lange gewesen wäre. Übles Wetter während der Fahrt, Starkregen, Wind und 10 oder 11 Grad. Die Vermieter waren nicht zu Hause, als ich ankam, dafür kläfften und knurrten mich ihre Hunde an. Die Unterkunft befand sich beim Haupteingang die Treppe runter, es hatte aber Fenster, weswegen die Vermieterin total empört darüber war, dass sie jemand auf Airbnb als «Keller» bezeichnet hatte. Sie war mir schon unsympathisch, bevor ich sie überhaupt sah. Überall irgendwelche Hinweisschilder, was man alles nicht durfte, und ein Ordner, wo hauptsächlich drin stand, wie super hier alles war und wie viel Mühe sie sich doch geben würden.
Die Unterkunft an sich war tatsächlich gut, sehr geräumig, sauber, ich konnte auf einem grossen TV und einem bequemen Sofa Netflix schauen. So schaute ich Lord of The Rings Teil 1. Den hatte ich vor langer Zeit im Kino gesehen, aber ich konnte mich nicht mehr an besonders viel erinnern. Schon die ganze Zeit über auf Neuseeland kämpfte ich mit dem Buch, kam aber nicht so richtig voran. Der Film gefiel mir nicht nur besser als das Buch, ich fand ihn auch viel besser verständlich. Im Buch hielten die Figuren immer so ellenlange Reden, dass ich mit den Handlungsfaden verlor.
Leider hörte ich die Vermieter bis halb zwei Uhr nachts reden und konnte das nicht ignorieren. Ich ärgerte mich. Auch danach schlief ich nicht richtig. Ich glaube, der Mann schnarchte in der Nacht. Zu allem Übel standen die beiden dann auch noch superfrüh auf und machten schon wieder Lärm. Ich war dementsprechend müde.
Meine schlechte Laune verflog aber schnell. Es war schönes Wetter, und ich entdeckte, dass Timaru einen schönen Ortskern mit einer wunderbaren, grosszügigen Parkanlage am Meer hatte. Da verweilte ich noch einen Moment. Es wäre nicht verkehrt gewesen, hier länger als eine Nacht zu bleiben. Nachts soll man hier auch Pinguine beobachten können.
Ein schöner Morgen im Park von Timaru.

